Biografie

Ralf Abati vor seinen vier gemalten Erzengeln

Kunstmaler Ralf Abati

Ralf Abati den 22.02.1964 in Zürich geboren, ist Vater von zwei wunderbaren Töchtern und lebte  2015/2016 mit seiner Verlobten Pascale Ernster in Tesserete oberhalb von Lugano/TI . Seit 2017 wohnen sie in Adliswil/ ZH.

Er ist Plastiker, Objektgestalter, aber in erster Linie Kunstmaler.

Solange Ralf Abati zurückdenken kann, wollte er Künstler werden.

Seine Eltern brachten dieser Neigung alles Verständnis entgegen, waren aber nicht in der Lage, ihn in seinem Vorhaben finanziell zu unterstützen. Der Vater, von Beruf Zahntechniker, reiste auch einige Zeit für eine Bijouterie-Firma. Die Musterkoffer übten auf Ralf eine besondere Faszination aus:

Wie das in allen Farben gleiste und glänzte! Das frühe Erlebnis hat sich in seiner Kunst niedergeschlagen, denn auch in manchen seiner Bilder trifft man diesen sprühenden Farbglanz.

Man darf Abati als künstlerischen Autodidakten bezeichnen. Oft wurde und wird mit dieser Bezeichnung etwas Herabsetzendes verstanden – eine Einschätzung, die sich jedoch seit dem 20. Jahrhundert, seit Meister wie Mirò und Picasso sich auf diesen Status eigens berufen haben, nicht mehr aufrechterhalten lässt.

Um zu betonen, dass sie sich aus sich selbst, ohne eine Akademie, hervorgebracht haben, nannten sich diese Künstler Autodidakten. Auch Ralf hat sich bis zu einem gewissen Grad <<selbst erfunden>>.

So brachte er sich das Malen mit der Spritzpistole selbst bei. Dieses Verfahren war zwar im Grafikgewerbe seit längerem gebräuchlich, aber auf die Kunst hat er es als einer der Ersten angewandt, etwa gleichzeitig mit den bereits berühmten HR Giger (*1940) und Hugo Schuhmacher (1939 bis 2002), von deren Existenz er damals noch nichts wusste.

Nachdem Ralf Abati den Beruf eines Innendekorateurs erlernt hatte, besuchte er 1984 die hochangesehene, seit 1971 auf privater Basis geführte F+F Schule für experimentelle Gestaltung  in Zürich (heute F+F Schule für Kunst und Mediendesign).

Das Schulgeld, das er selbst aufbringen musste, verdiente er als Flachmaler, aber auch schon durch den Verkauf eigener Bilder. Er erwartete von der F+F, in die verschiedenen gestalterischen Techniken eingeweiht zu werden. Stattdessen habe man <<über Gott und die Welt geredet>>.

Also blieb er nur ein Semester lang.

Bei Bruno Weber, der schon seit gut 20 Jahren alles daran setzte, sein Haus und dessen nähere Umgebung am Waldrand über Dietikon in ein Gesamtwerk zu verwandeln, winkte eine Assistentenstelle.

Doch Abati entschied sich schliesslich für eine Assistenz bei HR Giger, der zu der Zeit im Begriff war, internationale Berühmtheit zu erlangen. Abati blieb volle fünf Jahre (1985-1990) bei Giger.

Hier lernte er, was gestalterische Perfektion bedeuteten konnte; hier hatte er Gelegenheit, seine Airbrush- Technik zu verfeinern. Und es blieb ihm erst noch genügend Zeit, um seine eigenen Arbeiten voranzutreiben, die naturgemäss von seinem Lehrmeister stark geprägt waren.

Sarkofag / R.Abati im H.R. Giger Museeum in Gruyères FR

Empfehlungsschreiben von H.R. Giger

Austellungen von 1980 bis 2004

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Wenn Abati auf gutes Handwerk in der Malerei schwört, meint er nicht einfach eine gediegene materielle Ausführung, er denkt vielmehr an das sich allmähliche Herantasten an eine zu gestaltende Idee in immer neuen Entwürfen. Diese Art von Perfektion habe er bei Giger gelernt.

An dessen Kunst bewundert er weniger di Komponente der sadomasochistischen Fantasien und Albträume als Gigers Vision, wie der Mensch konstruiert sein könnte, wenn er sich nach der ökologischen Katastrophe in einer verwüsteten Welt behaupten müsste.

Solche antizipierende Vorstellungen regten Abati zu seinen Objektmontagen an.

Ralf Abati malt immer wieder das Weltgetriebe, halb als Idylle, halb als befremdlich poetische Vexier- und Maskenspiel.

Er ist von unerschöpflichem Lebensmut getragen und verfügt über eine kaum zu bändigende Gestaltungskraft.

Künstlerischer Ansatz von Ralf Abati:

“Als kleiner Junge, bereits im Kindergarten, zeichnete ich ununterbrochen,

so dass die Kindergartenlehrerin einen Bilderrahmen kaufte um eine meiner Zeichnungen in der Schule auszustellen. Die künstlerische Tätigkeit wurde durch meine Eltern Ruth und Rino Abati von klein auf gefördert.

Durch den Besuch in Museen und Galerien erweiterte ich meinen Horizont. Als ich mit siebzehn Jahren mich in die Bleistiftzeichnungen vertiefte,

entwickelte sich mein unverkennbarer fantastischer Stil, angelehnt an den Surrealismus. Mittels der Airbrush-Technik wurden meine Werke farbig.

Vier Jahre später lernte ich H.R. Giger kennen, worauf ich ihm fünf Jahre assistierte (siehe Vorwort in meinem Buch, Benteli Verlag / Autor: Fritz Billeter / ISBN: 978-3-7165-1637-9).

Durch meine italienischen Wurzeln, bin ich in der Lage, den barocken Stil der Renaissance authentisch in die heutige Zeit einzubringen.

Für nächstes Jahr 2020 ist eine grosse Einzelausstellung im Museum Della Fortezza in Sarzana / La Spezia in Italien geplant und im November 2019 eine Einzelausstellung im HR Giger Museum / Gruyères / FR / CH.